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Historische österreichische Zeitungen und Zeitschriften online

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Alle hier vorgestellten Beiträge finden Sie auch unter "ANNOdazumal" beziehungsweise "Kurzbeiträge zu historischen Zeitungen" in der linken Menüleiste.

18. August 1830

Kaiser Franz Joseph I.

Bildquelle: Franz Josef I., Kaiser von Österreich (1830-1916), Bildnis in Galauniform. Ölgemälde von József Kiss, 1. Hälfte 1880er Jahre. Digitale Sammlung: Wien. ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung (POR); Signatur: E 2527 C/D

Vor 185 Jahren wurde Erzherzog Franz Joseph, später Kaiser von Österreich im Schloss Schönbrunn geboren: "Ihre kaiserl. Hoheit die durchlauchtige Frau Erzherzoginn Sophie, Gemahlin Sr. kaiserl. Hoheit des durchlauchtigen Herrn Erzherzogs Franz Carl, sind gestern den 18ten d. M. um ein Viertel nach neun Uhr Vormittags in dem k. k. Lustschlosse Schönbrunn, welches höchstdieselben bewohnen, von einem Erzherzoge glücklich entbunden worden, und befinden sich sammt dem neugeborenen Erzherzoge, mit Rücksicht auf die Umstände, bey erwünschtem Wohlseyn." (vgl. Wiener Zeitung, 19. August 1830, S. 1)

Erzherzog Franz Joseph wurde in ereignisreiche Zeiten geboren. Die Anfänge der Industrialisierung und das Streben nach Demokratie und Unabhängigkeit prägten zunehmend die Stimmung im Land. Im Zuge der Märzrevolution dankte Kaiser Ferdinand I. 1848 ab und der nächste in der Thronfolge, sein Bruder Erzherzog Franz Carl, verzichtete für seinen, damals erst 18 jährigen Sohn auf den Thron (vgl. Allerhöchstes Patent, 2. Dezember 1848, S. 345).

Im Sommer 1853 wurde die Verlobung von Kaiser Franz Joseph I. und "(…) Prinzessin Elisabeth Amalie Eugenie, Herzogin von Bayern, Tochter Ihrer königlichen Hoheiten des Herzogs Maximilian Joseph und der Herzogin Ludovika (…)" bekannt gegeben. (vgl. Wiener Zeitung, 24. August, 1853, S. 1)

Die Hochzeit folgte im Jahr darauf und wurde prunkvoll zelebriert: "Die gestrige Beleuchtung der Stadt und Vorstädte von Wien zur Feier der Allerhöchsten Vermählung hat an Pracht und Großartigkeit alles überboten, was in unserer Hauptstadt, selbst die in ganz Europa berühmten Illuminationen der Congreßzeit nicht ausgenommen, in diesem Fache jemals geleistet wurde." (Die Presse, 26. April 1854, S. 3)

 

Nicht nur dank der berühmten Ernst-Marischka Filme im 20. Jahrhundert avancierten Franz und Sissi zum wohl berühmtesten Kaiserpaar der Geschichte. Schon zu Lebzeiten wurde die Kaiserin vom Volk verehrt, was den Schock über ihre Ermordung noch vergrößerte: "Man kann sich kaum etwas Empörenderes, zugleich aber auch Ergreifenderes denken, als diesen Tod der Kaiserin, die das Opfer blinder, wüthender Rachbegierde wurde, weil ihr Geburt und Schicksal eine Krone geschenkt hatten!" (Deutsches Volksblatt, 11. September 1898, S. 1)

1867, nach dem Sardinischen Krieg 1859 und dem Deutschen Krieg 1866, kam es zum Österreich-Ungarischen Ausgleich und Kaiser Franz Joseph I. wandelte das einheitliche Kaisertum Österreich in zwei konstitutionelle Monarchien um: die Doppelmonarchie Österreich-Ungarn. (vgl. Reichsgesetzblatt 1867, S. 394)

Noch unter seiner Herrschaft wurden sein Neffe und Thronfolger Franz Ferdinand und dessen Frau Sophie bei einem Attentat in Sarajevo ermordet, was als Auslöser des Ersten Weltkriegs gilt (vgl. Allgemeiner Tiroler Anzeiger, 29. Juni 1914, S. 1).

Kaiser Franz Joseph I. regierte bis zu seinem Tod 1916, 68 Jahre hindurch, so lange wie niemand anderer in der Habsburgermonarchie (vgl. Die Neue Zeitung, 22. November 1916, S. 1).

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