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Historische österreichische Zeitungen und Zeitschriften online

ANNO ist der virtuelle Zeitungslesesaal der Österreichischen Nationalbibliothek. Hier kann in historischen Österreichischen Zeitungen und Zeitschriften online geblättert und gelesen werden.

Alle hier vorgestellten Beiträge finden Sie auch unter "ANNOdazumal" beziehungsweise "Kurzbeiträge zu historischen Zeitungen" in der linken Menüleiste.

23. Juli 1914

Österreich-Ungarns Ultimatum an Serbien

Titelseite von "Die Neue Zeitung" vom 24. Juli 1914. ANNO/ÖNB.

24 Tage nach der Ermordung (Reichspost 29. Juni 1914, S.1.) des Erzherzogs Franz Ferdinand und seiner Gattin, über die Sie auch in unserem ANNOdazumal-Artikel zum 28. Juni 1914 lesen können, stellte Österreich-Ungarn ein Ultimatum an Serbien. Das Heimatland des Attentäters Gavrilo Princip (Wiener Zeitung 29. Juni 1914 S.4.) hatte vom 23. Juli 18 Uhr an 48 Stunden, um eine Antwort zu geben. Alle wichtigen Tageszeitungen der Monarchie berichteten am 24. Juli 1914 auf dem Titelblatt über diesen Akt und listeten die Punkte des Ultimatums (Pester Lloyd 24. Juli 1914, S. 1.) auf. Österreich-Ungarn forderte die serbische Regierung auf, Maßnahmen zu treffen, um die antimonarchistische Propaganda in den serbischen Schulen, im Militär und auch im Alltag abzustellen. Weiterhin sollte Serbien einwilligen, dass „Organe der k. und k. Regierung bei der Unterdrückung der gegen die territoriale Integrität der Monarchie gerichteten subversiven Bewegung mitwirken“ (Neues Wiener Journal 24. Juli 1914, S. 1.). Im Punkt 8 wird die strikte Überwachung der Grenzen postuliert, um den behördlichen Waffenschmuggel zu unterbinden. Die Note bewegte aber nicht nur die betroffenen Länder, sondern ganze Europa: Die „Zeitungsstimmen“ aus Berlin, Rom, Paris, London, sogar aus St. Petersburg bieteten einen Überblick über die Meinungen einzelnen Ländern. Das „Deutsches-Volksblatt“ druckt in ihrer Morgen-Ausgabe eine Zusammenfassung der Fakten mit dem Titel „Noch zwölf Stunden“ ab (Deutsches-Volksblatt 25. Juli 1914, S. 1.). Im „Deutschen Südmährerblatt“ wird am selben Tag bereits von einer fertigen formellen Kriegserklärung berichtet. Die Antwort Serbiens wurde zeitgerecht, am 25. Juli um 18 Uhr, überreicht. Nachdem nicht alle Forderungen erfüllt worden waren, bereiteten sich die Länder auf einen Krieg vor. „Der serbische Hof […] mit allen Behörden“ zog sich „ins Innere Serbiens“ zurück (Vorarlberger Volksfreund 28. Juli 1914, S. 1.).

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