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Historische österreichische Zeitungen und Zeitschriften online

ANNO ist der virtuelle Zeitungslesesaal der Österreichischen Nationalbibliothek. Hier kann in historischen Österreichischen Zeitungen und Zeitschriften online geblättert und gelesen werden.

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20. November 1849

Széchenyi Lánchíd eröffnet!

Kettenbrücke Budapest. Foto Lövy & ses fils, Paris um 1900. Pk 4371,16 Bildarchiv Austria / ÖNB.

Heute vor 165 Jahren, am 20. November 1849, wurde die Széchenyi Lánchíd zwischen Buda und Pest eröffnet. Für die beiden Städte war dies die erste feste Verbindung, wodurch auch im Winter bei Eisschollen auf der Donau der Waren- und Personenverkehr gewährleistet werden konnte.
Errichtet wurde die Brücke auf Anregung des ungarischen Reformers Graf István Széchenyi in den Jahren 1839 bis 1849. Entworfen wurde die Konstruktion von dem Engländer William Tierney Clarke, die Bauleitung für die 202 Meter überspannenden Pylonen über die Donau erhielt sein Vetter Adam Clark. In historischen Berichten zur Eröffnung werden die Erbauer auch oft Clarke geschrieben, wie zum Beispiel in dem offiziellen Bericht zur Eröffnung in der Presse. Unter dem Klange der Volkshymne schritten der Armee-Oberkommandant Haynau, der k. Bevollmächtigte Baron Gehringer, die Brücken-Gesellschafts-Direktoren Sina und Wobianer und der energische Baumeister Clark (Der Humorist, 23.11.1849, S. 3) erstmals über die Konstruktion.
Zum Zeitpunkt ihrer Einweihung handelte es sich um die erste Donaubrücke unterhalb von Regensburg. Mit der Spannweite von 202 Metern war sie 30 Jahre lang die weiteste Brücke weltweit.
Bereits vor der eigentlichen Eröffnung wurde rege über die Geschehnisse wie zum Beispiel dem "kuriosen" Fahneneid berichtet. Kurz nach der Eröffnung gab es noch Mängel zu begklagen, die jedoch dem Ruhm des Erbauers keinen Abbruch taten. 1915 wurde die Konstruktion adaptiert in dem Holzteile durch weitere drei Tonnen Stahl ersetzt wurden. Dies war aufgrund des zunehmenden Verkehrsaufkommens notwendig geworden. Nach mehrmaliger Verschiebung wurde die schönste Brücke Budapests am 27. November 1915 wieder feierlich dem Verkehr übergeben, wie der Pester Lloyd berichtete.
Am 18. April 1945 wurde sie von sich zurückziehenden Deutschen Truppen gesprengt. Nach langen Rekonstruktionsarbeiten konnte sie jedoch exakt 100 Jahre nach ihrer Einweihung wiedereröffnet werden.

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