ANNO - AustriaN Newspapers Online
Historische österreichische Zeitungen und Zeitschriften online

ANNO ist der virtuelle Zeitungslesesaal der Österreichischen Nationalbibliothek. Hier kann in historischen Österreichischen Zeitungen und Zeitschriften online geblättert und gelesen werden.

Alle hier vorgestellten Beiträge finden Sie auch unter "ANNOdazumal" beziehungsweise "Kurzbeiträge zu historischen Zeitungen" in der linken Menüleiste.

25. Juli 1934

Die Totenmaske des Kanzlers. Ausschnitt aus: Das Interessante Blatt. 2. August 1934, S. 4 ANNO/ÖNB.

Gestern [am 25. Juli 1934] hat ein Trupp verkleideter Nationalsozialisten einen Handstreich auf das Bundeskanzleramt unternommen. [...] Der Putsch ist mißlungen. Aber er hat Blut gekostet, schwere Opfer. Ein furchtbares Opfer: Bundeskanzler Dr. Dollfuß. Von zwei Revolverkugeln durchbohrt, hauchte er um 5 Uhr nachmittags das Leben aus (Das Kleine Blatt, 26.07.1934, S. 1).
Das Vorarlberger Volksblatt titelte Dollfuß ein Märtyrer für Österreich, die Wiener Zeitung Dr. Dollfuß für Österreich gestorben und die Reichspost schrieb Bundeskanzler Dr. Dollfuß einem Mörderhandstreich erlegen!.
Minister Fey schilderte die Vorfälle am Ballhausplatz noch am selben Abend in einer Rundfunk-Ansprache, welche in den Wiener Neuesten Nachrichten abgedruckt wurde. Laut der Wiener Zeitung hat ebendieser kurz vor dem Tod von Dollfuß ein mündliches Testament von ihm erhalten. Weitere Augenzeugenberichte findet man in der Reichspost (Seite 1 und 2), einerseits von Minister Schmitz, andererseits vom "Torwart" – dem Portier des Bundeskanzleramtes. Im Anschluss an das blutige Attentat übernahm der Bundesminister für Unterricht Dr. Schusschnigg die Regierungsgeschäfte (siehe Reichspost, 26. Juli 1934, S. 2).
Der Attentäter, Otto Planetta, sowie sein Komplize Franz Holzweber, wurden kurz nach ihrer Verhaftung zum Tode durch den Strang verurteilt. Die Strafe wurde bereits am 31. Juli 1934 vollzogen, wie die Neue Freie Presse tags darauf berichtete.
Engelbert Dollfuß, der umstrittene Bundeskanzler und Begründer des austrofaschistischen Ständestaates Österreich wurde am Hietzinger Friedhof zunächst provisorisch bestattet, wie das Interessante Blatt berichtete. Umfangreiche Bildberichterstattungen findet man in dem Interessanten Blatt, den Wiener Bildern und im Radio Wien.
18 Zeitungen können vom Tag nach dem Juliputsch in ANNO gelesen werden.

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