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16.07.2021: Die Jahre 1876-1878 sind nun online!
16.07.2021: Austria oder Oesterreichischer Universal-Kalender 1840-1859 ist nun online!
16.07.2021: Die Jahre 1867-1868 sind nun online!
15.07.2021: Die Jahre 1903-1919, 1922-1933 sind nun online!
Sie besitzen klingende Namen wie „Auroracreme, Bisurierte Magnesia, Boranium-Beeren, Resia-Blätter“ (Vgl. Drogisten-Zeitung,13. März 1914, S. 8) und versprechen viel: glatte Haut, volles Haar, ebenmäßigen Teint und sogar Üppigkeit der Körperformen. Die Rede ist von den Wundermitteln für die Schönheit von anno dazumal.
Ob sie diese Versprechen halten konnten, ist mithilfe von unserem Zeitungsportal ANNO teilweise belegbar. Denn Zeitungen sind und waren Medien, die einerseits den sogenannten Wundermitteln einen Platz für Reklame boten, andererseits sind sie auch die Plattformen, die Zweifel und Kritik an diesen in Umlauf brachten.
So wird in der Wochenzeitschrift Feldkircher Anzeiger aus dem Jahr 1887 vor den „reklamhaft ausposaunten Wundermittel[n]“ gleichzeitig gewarnt als auch für eines geworben:
„Wollen Sie Ihr Kopf- und Barthaar erhalten, Ausfall stillen und einen üppigen Haarwuchs erreichen, so gebrauchen Sie das allein reine Naturpräparat_Roborantium_ Haarerzeugende Essenz“ (Feldkircher Anzeiger, 27. September 1887, S. 3).
Doch auch die Wissenschaft setzte sich mit diesen Wundermitteln auseinander, so warnt die Pharmaceutische Post vor den „Product[en] der Habsucht, des Schwindels seitens der ganzen geldgierigen Theils der Menschheit“ (Pharmaceutische Post, 1. Februar 1880, S. 58). Auch der Vorstand des Wiener Pharmakognostischen Universitätsinstitut Univ.- Prof. Dr. Richard Wasicky versucht 1937 im Neuen Wiener Journals aufzuklären und verweist auf das neue Arzneimittelgesetz, doch „[m]it Paragraphen allein ist es nicht getan.“ Denn „[s]elbst gebildete, gescheite Menschen können sich dem faulen Zauber der Geheimmittel nicht entziehen […]“ (Neues Wiener Journal, 14. November 1937, S. 10).
Dr. Wasicky appelliert an die Vernunft und an den Glauben an die Wissenschaft. Denn unter der Prüfung des Pharmakognostischen Instituts wurden unzählige Geheimmittel als Schwindel entlarvt. Ein Zaubermittel gegen Rheuma und Krebs war schlicht rotgefärbte Speisesoda und das „wunderwirkende Verjüngungselixier“ bestand aus Powidln. In den meisten Wundermitteln ist leider „nichts darin und noch weniger daran!“ (vgl. Neues Wiener Journal, 14. November 1937, S. 10).